Häufige Fragen
Antworten zu Funktionsweise und Betrieb des Chastity Trackers.
Funktionen
Was erfasst der Tracker?+
Erfasst werden Verschluss, Öffnung, Prüfung und Orgasmus jeweils mit Foto, Notiz und zugeordnetem Gerät. Ein Live-Status zeigt die laufende Tragezeit, ergänzt durch Kalender-Heatmap, Monatsübersicht und Ziel-Fortschritt.
Wie funktionieren Kontrollen?+
Eine Kontrolle ist eine vom Keyholder ausgelöste Foto-Verifizierung, die belegt, dass das Gerät noch verschlossen ist. Du bekommst eine E-Mail und eine Push-Benachrichtigung mit einer Frist (standardmässig eine Stunde, in Minuten angebbar) und, sofern das Gerät einen verlangt, einem fünfstelligen Code. Reiche vor Ablauf einen Kontrolleintrag mit einem Foto ein, auf dem dieser Code sichtbar ist — das belegt, dass das Foto aktuell ist und kein altes wiederverwendet wird. Ob ein Gerät überhaupt einen Code verlangt, entscheidet dein Keyholder; ist er abgeschaltet, genügt das Foto. Den Code darfst du auch von einem Bildschirm abschreiben, etwa von der Push-Meldung auf einer Smartwatch; die Siegelnummer muss weiterhin von der Plombe selbst kommen. Kontrollen betreffen nicht nur den Keuschheitsgürtel, sondern auch Trage-Kategorien wie Plug, Halsband oder Cuffs, und je Kategorie kann eine davon gleichzeitig laufen. Läuft die Frist ab, gilt die Kontrolle als Verstoss.
Was sind Sperrzeiten und Verschlussanforderungen?+
Sperrzeiten werden befristet oder unbefristet gesetzt und legen Mindest-Tragezeit sowie erforderliches Gerät fest. Die Anwendung überwacht die Einhaltung und meldet Abweichungen.
Wie funktioniert das Strafbuch?+
Das System erkennt Vergehen wie verpasste Kontrollen oder unterschrittene Tragezeiten automatisch. Der Keyholder urteilt anschliessend im Loop und entscheidet, ob ein Vergehen verworfen oder bestraft wird.
Kann der Keyholder Aufgaben stellen?+
Ja. Eine Aufgabe ist ein Auftrag mit beliebig vielen Bedingungen und einer Frist: bestimmte Geräte tragen, verschlossen bleiben. Wo der Keyholder es so setzt, müssen die Bedingungen bis zur Frist durchgehend gelten — damit ist eine Aufgabe kein Häkchen-Todo, sondern ein überwachter Zustand über eine Zeitspanne. Neben der Frist steht eine getrennte „Zeit zum Anlegen“: der Zeitpunkt, bis zu dem begonnen sein muss; wird er überschritten, gilt die Aufgabe als versäumt. Optional verlangt eine Aufgabe ein Foto als Nachweis, den der Keyholder sichtet und annimmt oder ablehnt. Wie das im Alltag aussieht, steht ausführlich im Blog-Beitrag zu Keyholder-Aufgaben.
Wie funktioniert eine Strafaufgabe?+
Eine Strafaufgabe ist eine Strafe aus dem Strafbuch, die als Aufgabe erteilt wird statt als Freitext. „Aufgabe als Strafe“ führt direkt ins Aufgaben-Formular, Aufgabe und Urteil entstehen zusammen in einem Schritt. Die Strafe erbt damit alles, was eine Aufgabe kann: Bedingungen, eine Frist, eine Zeit zum Anlegen und auf Wunsch ein Foto als Nachweis. Eine erfüllte Strafaufgabe schliesst die Strafe von selbst, statt im Strafbuch offen zu bleiben, bis jemand daran denkt; wird das Urteil geändert oder zurückgenommen, verschwindet die Strafaufgabe mit. Eine versäumte Strafaufgabe zeigt im Strafbuch, wofür sie stand, damit erkennbar bleibt, dass ein Vergehen aus einem früheren entstanden ist. Auch der KI-Keyholder kann auf diesem Weg bestrafen.
Was ist der KI-Keyholder?+
Ein KI-Assistent, der über MCP den aktuellen Stand liest und Direktiven im Rahmen menschlich gesetzter Freitext-Regeln vergibt. Er dient einem menschlichen Keyholder zur Entlastung von der Routine — oder einem Sub ohne Keyholder als virtueller Keyholder, den er nach selbstgesetzten Regeln anbindet. Er liest Gesamtlage, Sessions, Geräte, Statistiken, Rekorde, Vergehen, Kontext und Zeitleiste; er ordnet Sperrzeiten, Verschlussanforderungen, Kontrollen, Orgasmus-Direktiven, Urteile, Trainingsziele und Reinigungs-Regeln an; dazu pflegt er Notizen, Termine und eine Gesundheits-Pause als Kontext. Jede schreibende Aktion verlangt eine Begründung und landet im Aktions-Log, und eine Vorschau zeigt vorab, was eine Direktive ändern würde. Die Regeln bleiben in menschlicher Hand, die Funktion ist opt-in und standardmässig aus.
Können mehrere Kategorien getrennt verfolgt werden?+
Ja. Plug, Halsband, Cuffs und weitere Kategorien laufen mit eigenen Einträgen, Zielen und Kalendern parallel nebeneinander. So bleiben verschiedene Tragedynamiken sauber getrennt.
Was ist der Code-Tresor?+
Das Foto eines versiegelten Schlüsselkastens oder Code-Zettels wird verschlossen abgelegt und bleibt verborgen, bis der Keyholder es freigibt. So ist ein Notfall-Code hinterlegt, ohne vorzeitig einsehbar zu sein.
Kann ein Keyholder mehrere Keuschlinge betreuen?+
Ja. Keyholder-Beziehungen sind jeweils auf die eigene Beziehung gescoped, sodass Daten und Direktiven pro Keuschling getrennt bleiben.
Wie funktionieren Push- und E-Mail-Benachrichtigungen?+
Push- und E-Mail-Benachrichtigungen informieren über fällige Kontrollen, Fristen und Direktiven und lassen sich pro Event-Typ einzeln ein- oder ausschalten. Push kommt als Web-Push in der installierten PWA an; auf iPhone und iPad setzt das voraus, dass die Seite über „Zum Home-Bildschirm“ installiert wurde. Wie die Installation abläuft, steht im Abschnitt Technisches.
Wo kann ich Nachrichten vom Keyholder nachlesen?+
Im Posteingang. Er sammelt alles, was dir gesagt wurde: Straftexte samt Begründung, Kommentare zu Kontrollen, Nachrichten zu Anforderungen und Sperrzeiten, Mahnungen und automatische Buchungen. Die Glocke im Kopf der App zeigt die Zahl der ungelesenen Nachrichten (ab hundert als "99+"), derselbe Zähler erscheint als Badge am App-Icon. Push und E-Mail stellen nur zu — der Posteingang bewahrt auf, auch wenn eine Mail untergeht; beim Straftext war das besonders spürbar, weil das Strafbuch nur der Keyholder sieht. Nachrichten, die aus Systemtexten stammen, erscheinen in deiner eigenen Sprache, frei getippter Text deines Keyholders bleibt unverändert. Die Banner auf dem Dashboard bleiben für das, was jetzt zu tun ist; der Posteingang ist für das, was gesagt wurde.
Muss ein Keyholder ein Gerät tragen oder sich selbst tracken?+
Nein. Ein Keyholder kann eine reine Keyholder-Rolle einnehmen und muss kein Gerät tragen. Der Modus "Kein eigener Tracker" blendet den eigenen Tracker-Bereich aus, und der Login landet direkt in der Keyholder-Übersicht. Es werden keine Daten gelöscht, der Schalter ist jederzeit reversibel.
Technisches
Wie installiere ich die App auf iPhone oder Android?+
Der reguläre Weg ist die Installation als PWA — dafür brauchst du keinen App Store. Öffne deine eigene Instanz im Browser, also zum Beispiel deinsub.chastitytracker.ch und nicht diese Website. Auf dem iPhone tippst du in Safari auf „Teilen“ und wählst „Zum Home-Bildschirm“, auf Android wählst du im Chrome-Menü „App installieren“. Danach liegt der Chastity Tracker als eigenes Symbol auf dem Startbildschirm, startet ohne Browserleiste, funktioniert offline-first und empfängt Push-Benachrichtigungen. Zusätzlich gibt es eine native iOS-App als TestFlight-Beta und eine Android-App als APK-Datei; beide sind wegen der Inhalte nicht im App Store oder Play Store zu finden und werden nur auf Anfrage abgegeben — über den Feedback-Knopf dieser Seite oder per E-Mail an info@trublue.ch.
Wie wird der Tracker betrieben?+
Die Anwendung läuft als Docker-Container auf dem eigenen Server mit eigener SQLite-Datenbank. Alle Daten bleiben unter eigener Kontrolle, der Betrieb ist unabhängig von externen Diensten.
Kostet die Nutzung etwas?+
Nein. Der Chastity Tracker ist dauerhaft kostenlos und nicht-kommerziell, es gibt kein Pricing-Modell — auch nicht in Zukunft. Veröffentlicht unter der PolyForm-Noncommercial-Lizenz.
Was ist der Unterschied zwischen Self-Hosting und Portal?+
Beim Self-Hosting läuft die Anwendung auf dem eigenen Server, mit voller Datenkontrolle. Das Portal (portal.chastitytracker.ch) ist ein kostenloser Freundschaftsdienst auf trublues Server — ohne Garantie, ohne SLA und ohne eigene Datenkontrolle, gedacht für Nutzer ohne eigenen Server.
Wie funktioniert die lokale KI?+
Bilderkennung läuft über Ollama und CLIP direkt auf dem eigenen Server. Fotos werden ausschliesslich lokal verarbeitet und verlassen die eigene Infrastruktur nie.
Was kann die automatische Geräteerkennung?+
Über CLIP gleicht die lokale KI Fotos gegen hinterlegte Referenzbilder ab und erkennt das getragene Gerät automatisch. Das unterstützt die Foto-Verifizierung bei Kontrollen, ohne externe Dienste zu nutzen.
Was ist die Heimdall-Box?+
Heimdall ist eine physische Schlüsselbox, die eine Sperrzeit hardwareseitig erzwingt und erst nach Ablauf öffnet. Sie befindet sich im MVP-Stadium und ist experimentell.
Ist die Anwendung mehrsprachig?+
Ja. Die App ist auf Deutsch und Englisch verfügbar. Jede Person wählt ihre Sprache in den Einstellungen (Einstellungen → Sprache oder über das Avatar-Menü); die Wahl wird im Konto gespeichert, gilt geräteübergreifend und bestimmt auch die Sprache aller E-Mail- und Push-Benachrichtigungen, etwa der Kontroll-Erinnerungen.
Wie melde ich mich an?+
Die Anmeldung ist per Passkey ohne Passwort möglich, über Geräte-Biometrie oder Sicherheitsschlüssel. Benutzer und Rollen werden vom Admin der Instanz verwaltet.
Wie aktiviere und verbinde ich den KI-Keyholder über MCP?+
Der KI-Keyholder ist opt-in und standardmässig aus; er muss pro Instanz aktiviert werden. Beim Self-Hosting setzt du die Aktivierung selbst über die Umgebungsvariablen der Instanz. Läuft deine Instanz über das Portal, forderst du die Freischaltung per E-Mail an info@trublue.ch an — mit Angabe der Instanz beziehungsweise Subdomain und des zu verwaltenden Nutzers. Danach verbindest du einen MCP-fähigen KI-Client über einen Custom Connector mit der URL deiner Instanz und dem Pfad /api/mcp; die Anmeldung läuft über OAuth, wobei ein Admin-Login der KI Schreibrechte gibt und ein normales Konto nur Lesezugriff. Die Schritt-für-Schritt-Anleitung steht im MCP-Teil des Handbuchs.