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Anleitung für Keyholder

Als Keyholder bist du einem oder mehreren Subs zugewiesen und steuerst deren Vorgaben, Kontrollen und Konsequenzen. Dein Zugriff ist klar auf die Daten, Fotos und Benachrichtigungen deiner zugewiesenen Subs begrenzt. Dieser Abschnitt erklärt die Direktiven, die dir zur Verfügung stehen. Wenn du zusätzlich In-App-Admin bist, kommen die Benutzerverwaltungsrechte aus dem Admin-Abschnitt hinzu.

Keyholder-Übersicht

Nach dem Login landest du in der Keyholder-Übersicht mit einer Kachel je zugewiesenem Sub. Jede Kachel zeigt den aktuellen Status, laufende Direktiven und Schnellaktionen.

Von hier aus öffnest du das Detail eines Subs oder löst direkt gängige Aktionen aus. Führst du mehrere Subs, behältst du so den Überblick, ohne einzeln in jedes Profil wechseln zu müssen.

Kontrollen anfordern

Eine Kontrolle verlangt vom Sub, innerhalb einer Frist ein Foto einzureichen — mit einem handschriftlich notierten fünfstelligen Code, sofern das Gerät einen verlangt. Die Frist steht standardmässig auf einer Stunde und lässt sich in Minuten angeben. Kontrollen betreffen nicht nur den Keuschheitsgürtel, sondern auch Trage-Kategorien wie Plug, Halsband oder Cuffs — wahlweise gezielt für ein bestimmtes Gerät. Je Kategorie kann eine Kontrolle gleichzeitig laufen; der Overlap-Schutz gegen Doppelanforderungen durch Mensch, KI und Automatik greift damit pro Kategorie statt pro Sub, und der Keuschheitsgürtel zählt als eigene.

Ob ein Code verlangt wird, entscheidest du je Gerät über den Schalter "Kontroll-Code verlangen"; der Sub sieht ihn, kann ihn aber nicht bedienen. Ist er aus, genügt das Foto, und auch eine selbst erfasste Kontrolle erfüllt eine offene Anforderung — eine Anforderung, die mit Code gestellt wurde, verlangt ihn dagegen weiterhin. Optional aktivierst du eine zweistufige Eskalation (standardmässig aus): erst eine Erinnerung, dann die automatische Markierung als "nicht erfüllt" per System-Eintrag, der im Strafbuch landet. Wird ein hochgeladenes Foto nicht bestätigt, siehst du den Grund, etwa fehlender Code, abweichend erkannte Ziffern oder falsche Siegelnummer.

Automatische Kontrollen

Statt jede Kontrolle von Hand auszulösen, kannst du automatische Kontrollen aktivieren. Diese werden zufällig über den Tag verteilt, innerhalb eines von dir konfigurierbaren Wach-Fensters. Optional begrenzt du die Verteilung zusätzlich auf ein festes Auslöse-Fenster, also auf eine Uhrzeit-Spanne. Änderst du etwas an der Verteilung, wird der laufende Tag neu ausgewürfelt — bereits verschickte Kontrollen bleiben stehen und zählen mit.

So bleibt die Kontrolle unvorhersehbar, ohne den Sub nachts zu wecken. Der Overlap-Schutz gilt auch hier und greift je Kategorie: Solange auf eine Kategorie eine Kontrolle läuft, kommt darauf keine zweite. Auf einen Wiederverschluss, der eine Reinigungspause beendet, folgt zusätzlich automatisch eine Kontrolle 15 bis 45 Minuten später, im Schlaf-Fenster schon nach 5 bis 15. Sie tritt an die Stelle der nächsten noch nicht zugestellten Kontrolle des Tagesplans, die Anzahl bleibt also gleich; war für den Rest des Tages keine mehr geplant, kommt sie zusätzlich. Die Regel ist fest, hat keine eigene Einstellung und hängt am Hauptschalter der automatischen Kontrollen.

Sperrzeiten und Verschlussanforderungen

Mit einer Verschlussanforderung legst du eine Mindest-Tragedauer, ein Pflichtgerät und das Flag "Reinigung erlaubt" fest. Der Sub sieht daraufhin einen Countdown bis zum frühestmöglichen Öffnen.

Ist ein Pflichtgerät gesetzt, wird das Tragen eines anderen Geräts erkannt. Die harte, systemseitige Durchsetzung eines falschen Geräts ist eine Admin-Funktion (siehe Admin-Abschnitt); als reiner Keyholder gibst du das Gerät als Vorgabe vor.

Geplante Direktiven

Direktiven kannst du zeitverzögert oder auf einen festen Zeitpunkt planen. Bis zum Auslösen bleibt eine geplante Direktive für den Sub unsichtbar, sodass er sie nicht vorhersehen kann.

Solange sie noch nicht ausgelöst hat, kannst du eine geplante Direktive vorab abbrechen. Das eignet sich für Überraschungssperren oder gestaffelte Vorgaben über mehrere Tage.

Orgasmus-Anforderungen und Trainingsziele

Eine Orgasmus-Anforderung definiert ein Zeitfenster, optional einen Pflicht-Typ und ob dafür eine Öffnung erlaubt ist. Der Sub erfüllt sie, indem er im Fenster einen passenden Eintrag erfasst.

Mit Trainingszielen setzt du eine Mindest-Tragedauer pro Tag, Woche oder Monat. Der Sub sieht seinen Fortschritt in der Statistik, und du erkennst frühzeitig, ob er hinter der Vorgabe liegt.

Eine Aufgabe stellen

Lege im Formular die Bedingungen fest — welche Geräte getragen und ob verschlossen geblieben werden muss — und setze die Frist als Dauer über „Endet in“ oder, hinter „Festen Zeitpunkt wählen“, als festen Zeitpunkt; der errechnete Endzeitpunkt wird angezeigt. Die „Zeit zum Anlegen“ setzt du getrennt, und sie geht von der Frist ab: „endet in zwei Stunden“ mit dreissig Minuten zum Anlegen ergibt eineinhalb Stunden Mindest-Haltezeit. Die Stundenzahl ist also die Frist, nicht die Tragezeit — beides steht im Formular und auf der Karte.

Verlangst du ein Foto als Nachweis, erscheint es nach dem Melden zur Sichtung, und du nimmst es an oder lehnst es ab; ein bereits beurteilter Nachweis zeigt sein Urteil auch bei erneuter Sichtung. Laufende Aufgaben, die ganze Liste, Sichtung und Rückzug findest du in der Keyholder-Übersicht. Jede Statusänderung — gestellt, geändert, zurückgezogen, erfüllt, versäumt — geht zusätzlich in den Posteingang des Subs.

Strafbuch führen

Verstösse — ob von dir erfasst oder automatisch durch verpasste Kontrollen erzeugt — landen im Strafbuch. Über den Urteilsloop bewertest du einen Eintrag und legst die Konsequenz fest.

Der Sub kann sein eigenes Strafbuch einsehen, sodass Vorgaben und Folgen für beide Seiten transparent bleiben.

Mit einer Aufgabe bestrafen

Wähle im Strafbuch beim Urteil "Aufgabe als Strafe" — du landest direkt im Aufgaben-Formular, und Aufgabe und Urteil entstehen in einem Schritt. Die Strafe erbt damit alles, was eine Aufgabe kann: Bedingungen, Frist, Zeit zum Anlegen und auf Wunsch ein Foto als Nachweis.

Die erfüllte Strafaufgabe schliesst die Strafe von selbst, du musst sie nicht mehr von Hand als erledigt markieren. Änderst oder nimmst du das Urteil zurück, verschwindet die Strafaufgabe mit; eine versäumte Strafaufgabe bleibt im Strafbuch sichtbar und zeigt, wofür sie stand. Beachte den umbenannten Knopf: "Bestrafen" verhängt die Strafe, bestraft ist sie erst, wenn sie danach als erledigt markiert wird. Auch der KI-Keyholder kann auf diesem Weg bestrafen.

Subs verwalten und personalisieren

Du kannst die Kontosprache eines Subs setzen — nützlich, wenn ein Sub deutsche Mails erhält, aber Englisch bevorzugt; die Sprache steuert Oberfläche und Benachrichtigungen. Pro User passt du die Auswahllisten an, etwa die Orgasmus-Typen oder die Öffnungsgründe.

Die Startseite nach dem Login ist konfigurierbar. Bist du reiner Keyholder ohne eigene Keuschheitspraxis, blendest du mit dem "Kein eigener Tracker"-Modus deinen eigenen grünen Tracker aus.

Erweiterte Optionen

Zwei Funktionen sind opt-in: Über MCP kannst du einen KI-Keyholder als virtuellen Keyholder einbinden, der nach den hinterlegten Regeln handelt — Details dazu im eigenen MCP-Teil des Handbuchs. Mit der Heimdall-Hardware-Schlüsselbox erzwingst du eine Sperrzeit physisch, statt sie nur digital zu vereinbaren.

Beide Funktionen sind standardmässig aus und werden bewusst aktiviert. Weitergehende Rechte wie die Benutzerverwaltung erfordern die Admin-Rolle — diese ist im Admin-Abschnitt beschrieben.

KI-Keyholder verbinden

Der KI-Keyholder muss auf der Instanz erst freigeschaltet werden — betreibst du den Server selbst, geschieht das über zwei Umgebungsvariablen (siehe Self-Hosting). Läuft deine Instanz über das Portal, forderst du die Freischaltung per E-Mail an info@trublue.ch an, mit Angabe der Subdomain und des zu steuernden Nutzers. Woran du erkennst, was fehlt: Ohne Freischaltung antwortet die Adresse mit 404 und dein Assistent verbindet gar nicht erst. Ist sie gesetzt, aber der zu steuernde Sub nicht hinterlegt, verbindet er sich und meldet bei jedem Zugriff "Server misconfigured". Ein Server steuert immer genau einen Sub.

Danach richtest du in deinem Assistenten einen Connector auf die Adresse https://deine-instanz/api/mcp ein und erteilst die Zustimmung, während du als Admin angemeldet bist — nicht als Sub. Die Zustimmungsseite sagt dir, woran du bist: "Kein Schreibzugriff" heisst, du bist gerade nicht als Admin unterwegs. Die KI darf dann lesen, aber jede Anordnung wird abgelehnt. Ist es doch passiert, trennst du den Connector, meldest dich als Admin an und verbindest neu.

Regeln hinterlegen und nachvollziehen

Bevor die KI handelt, gibst du ihr Regeln: Admin-Bereich → Benutzer → Einstellungen → "KI-Keyholder-Regeln (MCP)". Das Feld erscheint nur auf einer freigeschalteten Instanz. Der Knopf "Vorlage ansehen" zeigt jederzeit ein fertiges Regelwerk; solange dein Feld leer ist, übernimmst du es von dort mit "Vorlage einfügen" und passt es an. Bestehende Regeln werden dabei nie überschrieben. Ohne Regeln handelt die KI ohne Leitplanken.

Die KI arbeitet nicht von selbst im Hintergrund — sie wird tätig, wenn du sie im Chat darum bittest; ein verbundener Connector allein ändert nichts. Was sie tut, bleibt sichtbar: Sperrzeiten und Kontrollen erscheinen wie von dir gesetzte, Urteile dagegen kennzeichnet die App ausdrücklich, im Strafbuch mit "(KI)" und im Posteingang deines Subs als Absender "KI-Keyholder". Jede ausgeführte Anordnung wird zudem mit Begründung protokolliert — frag deinen Assistenten nach dem Aktionsprotokoll, wenn du wissen willst, was seit deinem letzten Blick passiert ist und warum.